Eine Woche Wanderspaß auf der Rudolfshütte

Bei der Rudolfshütte handelt es sich weder um (Rudi) Schellschen Privatbesitz noch um eine Hütte, sondern um ein 3 Sterne Berghotel am Weißsee in der Hohen Tauern, deren Ursprünge auf eine Berghütte zurückgehen, die dem Kronprinzen Rudolf gewidmet war. Von diesem auf 2315m liegenden Hotel aus kann man in atemberaubender, hochalpiner Landschaft wandern, klettern oder einfach die Annehmlichkeiten des Hotels wie Sauna und Schwimmbad genießen. All das taten die 18 Taekwondoler aus Waldtrudering und Vaterstetten vom 16. bis 21. August 2010 aber lest selbst
Kaum waren wir angekommen, ging es trotz Nebel und einsetzendem Nieselregen auf eine kleine Akklimatisierungswanderung, die auch die weniger trainierten oder jüngsten Teilnehmer glücklich nach 4 Stunden geschafft hatten und einen Vorgeschmack auf kommende Wanderungen gab…
Da die Gruppe recht heterogen war von gut durchtrainierten, jungen Erwachsenen, die gerne auch klettern gehen wollten bis zu Grundschulkindern, die vor allem auf Pausen und Brotzeiten Wert legten :-), teilte sich die Gruppe während der Woche nach Bedarf auf.
Am zweiten Tag gab es allerdings erstmal für alle die Möglichkeit an einer Wanderung mit einem Parkranger teilzunehmen, der uns in die Eiswelt der Hohen Tauern führte und nicht nur Interessantes über giftigen Eisenhut und Arsenabbau erzählen konnte. Am Nachmittag hatten wir unseren Spaß an der Indoor-Kletterwand der Rudolfshütte.
Unser Rudi ging an diesem Tag ein wenig verschellen er kam von einer kleinen Gletschererkundungstour schon nach 13 Stunden im Licht der Stirnlampe seines treuen Begleiters Martin wieder zurück. Die beiden freuten sich sehr, dass wir ihnen ihr Abendessen erfolgreich verteidigt hatten und wir waren glücklich darüber, dass Rudi diese Tour nicht noch einmal mit der ganzen Gruppe gehen wollte
😉
Mittwochs wanderten wir in zwei Gruppen zum Einstieg des Kristallklettersteiges. Jeder der Lust hatte, konnte sich über eine kleine Klamm hangeln – selbstverständlich gut gesichert. Unsere beiden Kleinsten mussten auf dieses Abenteuer nicht verzichten und wurden ebenfalls über die Klamm hin- und wieder zurückgezogen.
m frühen Nachmittag hatten die fittesten unter uns, wie an den folgenden zwei Tagen auch, die Gelegenheit mit erfahrenen Bergsteigern den Kristallklettersteig Österreichs schwierigsten Klettersteig zu durchklettern. Alle anderen gingen zur Rudolfshütte zurück und nahmen je nach Lust und Laune die Spielzimmer, das Schwimmbad oder das Kuchenbuffet in Beschlag.
Am Donnerstag gab es für die Ambitionierten eine Wanderung auf den Hochfürlegg auf 2949 m Höhe. Eine zweite Gruppe ging mit den Kindern zur Mittelstation hinunter. Am späten Vormittag brach endlich die Sonne durch die Wolken und blieb uns bis zur Abfahrt erhalten. Dank der Wetterbesserung wanderten alle, die einmal das Klettern im Freien ausprobieren wollten, am Freitag zum Little Yosemite. Hier konnten sich die jungen Teenager endlich einmal auspowern, hielten aber trotzdem zu unser aller Erstaunen bis spät in die Nacht durch – wie sich später herausstellte hatten sie sich mit Kaffee vom Buffet gedopt. Die Nicht-Kletterer wanderten zu einem in der Nähe des Little Yosemite gelegenen Gletschersees und genossen die Sonne und das einmalige Panorama.
Allen hat es auf der Rudolfshütte gefallen, nicht zuletzt weil der Zusammenhalt der Gruppe wieder absolute Spitze war. Ob der bandscheibengeplagte Rudi einen Sherpa brauchte, die Teenager oder Kinder einen Erwachsenen als Aufsicht im Schwimmbad, ein Kletterer einen Buddy immer fand sich eine helfende Hand. Abends wurde quer durch alle Altersgruppen geratscht, gespielt, Witze erzählt, Massagen, Bergkino und Hüttengaudi genossen und das Abendessen für zu spät kommende Wanderer bewacht.
Am Samstag schossen wir zum Abschluss noch ein paar Taekwondo-Fotos und trennten uns nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen in Hofolding schweren Herzens voneinander.
Eine wunderschöne Woche ging zu Ende .
Ein ganz dickes Dankeschön von uns allen geht an Rudi, der die Woche organisiert hatte und immer passend zu Wetter und Kondition unsere Touren plante.
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